CAS Familienberatung (2020-2021)

Ort: 
Weiterbildungsstelle der Universität Freiburg, Rue de Rome 6 in 1700 Fribourg
Datum: 
Freitag, 25. September 2020 bis Samstag, 6. November 2021
Zielpublikum: 

Angesprochen sind Mitarbeitende von Familien-, Erziehungs- oder Paarberatungsstellen wie auch Mitarbeitende von Sozialdiensten, Jugendämtern oder anderen Organisationseinheiten, die beratende Tätigkeiten ausüben.

Inhalt: 

Das Familiensystem ist gekennzeichnet durch hohe Intimität, Verbundenheit und dem Wunsch nach Dauerhaftigkeit. Entstehen darin Störungen, verursachen diese Verunsicherung und schmerzhafte Erfahrungen bei allen Betroffenen. Deshalb ist dieses System besonders vulnerabel. Miteinander in Beziehung bleiben, Veränderungen gemeinsam bewältigen und trotz Schwierigkeiten miteinander sprechen können, sind Pfeiler, auf denen das besondere System Familie steht.

Typische Herausforderungen in der Familienberatung sind Kommunikations- und Problemlöseschwierigkeiten innerhalb der Familie, Erziehungs- und Partnerschaftsprobleme, ein deeskalierender Umgang mit Scheidungs- und Trennungssituationen sowie Anpassung und Neuorganisation des Familienlebens. Zu beachten bleiben dabei juristische und finanzielle Bedingungen, innerhalb deren die Neuorganisation des Familienlebens stattfinden muss. Eine lösungsorientierte Familienberatung verlangt danach, Familiensysteme zu verstehen und bestehende Familienstrukturen einordnen zu können. Dafür benötigen Mitarbeitende von Familienberatungen gute Grundlagen in der Analyse von Familienstrukturen und Strategien der Problemlösung, basierend auf psychologischem Wissen und Kenntnis der juristischen Rahmenbedingungen im Familienrecht, aber auch im Sozialversicherungs- oder Migrationsrecht. Darüber hinaus bedarf eine gelingende und unterstützende Begleitung der Familie gute Gesprächskompetenzen, damit sich alle Beteiligten (Kinder, Jugendliche, Eltern und Partner) einbringen und einen gemeinsamen Lösungsweg beschreiten können.

Die Zielsetzung dieses CAS liegt im interdisziplinären und anwendungsorientierten Vermitteln neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse verschiedener der Familienberatung dienlichen Disziplinen wie etwa Psychologie, Recht, Sonderpädagogik oder Anthropologie sowie die Vernetzung dieser Bereiche miteinander. Das Aneignen konkreter Fertigkeiten wie etwa der Gesprächsführung soll den Teilnehmenden helfen, ihre Beratungstätigkeit verantwortungsvoll ausüben zu können. Die Beratungspraxis der Teilnehmenden wird durch den Lerntransfer sowie die laufende Reflexion der eigenen Handlungsmuster professionalisiert.

 

Ziele

 

  • Verstehen der Lebenssituationen unterschiedlicher Familienformen aus psychologischer und rechtlicher Sicht
  • Erwerb von Grundlagenkenntnissen der Klinischen Psychologie und des Familien-, Migrations- und Sozialversicherungsrechts sowie Herstellen von entsprechenden Querbezügen
  • Erweitern von Gesprächsführungskompetenzen
  • Nutzen der interdisziplinären Herangehensweise und Zusammenarbeit
  • Vernetzung von bestehendem Wissen mit neuen Erkenntnissen aus unterschiedlichen Themen- und Fachbereichen
Durchführung: 

Kursverantwortung

  • Dominik Schöbi, Prof. Dr., Professor für Klinische Familienpsychologie, Direktor Institut für Familienforschung und -beratung, Universität Freiburg

Kursleitung

 

  • Annette Cina, Dr. phil., Psychologin und eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin, Koordinatorin Institut für Familienforschung und -beratung, Universität Freiburg
  • Gisela Kilde, Dr. iur., Koordinatorin und Lehrbeauftragte, Institut für Familienfoschung und -beratung, Universität Freiburg