Persönliche und fachliche Voraussetzungen für Kinderanwält/innen

Persönliche Voraussetzungen

Kinderanwält/innen kennen die Lebensumstände und den Alltag von Kindern und Jugendlichen aus eigener Anschauung oder Erfahrung. Sie verfügen über ein hohes Mass an Empathie für Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen. Im Gespräch sind sie gute Zuhörer/innen und nehmen auch eine implizite Kommunikation wahr. Sie stellen sich auf ihre Gesprächspartner/innen und deren unterschiedliche Umstände und Bedürfnisse ein, reagieren in schwierigen Situationen deeskalierend und bringen konstruktive Vorschläge ein. Kinderanwält/innen zeichnen sich durch eine hohe Fähigkeit zur Selbstreflexion aus; sie sind belastbar und konfliktfähig.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Aufgabenbereich von Kinderanwält/innen

Fachliche Voraussetzungen

Kinderanwält/innen benötigen einen Universitäts-, Fachhochschul- oder gleichwertigen Fachabschluss in den Bereichen Recht, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Psychologie oder Medizin. Zudem müssen sie mindestens zwei Jahre Berufserfahrung auf einem Gebiet haben, der zu Rechtsvertretungen von Kindern und Jugendlichen einen Bezug aufweist.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Zertifizierung von Kinderanwält/innen

Ausbildung

Für die Durchführung von Rechtsvertretungen von Kindern und Jugendlichen ist eine Zusatzqualifikation notwendig. Juristische Fachpersonen müssen sich in Psychologie, Sozialarbeit oder Pädagogik weiterbilden und Fachpersonen aus der Psychologie, Sozialarbeit und Pädagogik benötigen eine juristische Weiterbildung.

Kinderanwält/innen nehmen an Intervisionen und regelmässigen Fortbildungen auf dem Gebiet der Vertretung von Kindern und Jugendlichen teil.

Hier finden Sie weitere Informationen zu internen und externen Fort- und Weiterbildungen.

Kinderanwaltschaft Schweiz hat ein Berufsbild für Kinderanwält/innen entwickelt.