Zwischen Schutz und Selbstbestimmung, Psychische Erkrankungen im Alter

Ort: 
Universität Freiburg, Weiterbildungszentrum, Rue de Rome 6, Freiburg
Datum: 
Freitag, 10. Mai 2019
Zielpublikum: 

Mitglieder von Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden sowie von Gerichten, AnwältInnen, LeiterInnen von Wohn- und Pflegeheimen, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, PsychiaterInnen.

Inhalt: 

Mit steigender Lebenserwartung nehmen psychische Erkrankungen im Alter zu: 20 bis 25 % der Menschen über 65 Jahre leiden daran. Diese Weiterbildung gibt aus verschiedenen Fachrichtungen einen Einblick in die sich daraus ergebenden Themen: Als Einstieg werden die verschiedenen Störungsbilder und Behandlungsmöglichkeiten im Überblick dargelegt. Schwierigkeiten, Umgangsweisen und hilfreiche Strategien für das Leben mit dementen Angehörigen wird in einem weiteren Beitrag thematisiert. Zwangsbehandlungen, aber auch bewegungseinschränkende Massnahmen in Betreuungseinrichtungen, werden aus juristischer Sicht diskutiert. Der Nachmittag wird der Selbstbestimmung im Erwachsenenschutz gewidmet sein. Ein juristischer Input stellt die gesetzlichen und behördlichen Möglichkeiten zur Selbstbestimmung vor, um anschliessend in Fallbeispielen deren Anwendung zu diskutieren. Die Teilnehmenden erhalten dabei ebenfalls die Gelegenheit, Fälle und Beispiele zu diskutieren und damit die theoretischen Grundlagen mit der Praxis zu verbinden.

Programmpunkte:

  • Psychiatrische Erkrankungen im Alter / Demenz
  • Schwierigkeiten und hilfreiche Strategien beim Umgang mit Demenzerkrankten
  • Selbstbestimmung im Erwachsenenschutzrecht
  • Zwangsbehandlung und bewegungseinschränkende Massnahmen in Betreuungsinstitutionen
  • Gesetzliche Vertretung
  • Beistandschaften
  • Diskussion von Fällen aus der Praxis
Durchführung: 

Kilde Gisela, Dr. iur., Koordinatorin und Lehrbeauftragte, Institut für Familienforschung und -beratung, Universität Freiburg